Nach zwei sehr schoenen und kalten Tagen am Grand Canyon, ging es fuer uns wieder nach Los Angeles, wo wir Bea und Michi verabschiedeten. Auch fuer uns ging die Reise am uebernaechsten Tag weiter. Mit dem Flugzeug sind wir ueber Denver nach Washington DC geflogen.
In Washington angekommen, machten wir uns mal wieder auf die Suche nach unserem Hostel. Mit Bus, U-Bahn und einigen Kilometern zu Fuss, sind wir dann auch endlich angekommen. Schon die Gegend in der unser Hostel lag war nicht gerade vielversprechend. Als wir dann das Hostel sahen, vor dem gerade jemand verhaftet wurde, waren wir nicht gerade begeistert. Bill, der Hostelbesitzer, begruesste uns dennoch nett und gutgelaunt. Dann fuehrte er uns in seinem Haus herum.
-- Dieses Hostel war wohl der schmutzigste Schlafplatz, den wir im vergangenen halben Jahr hatten-- ueberall nur Dreck, Staub, schmutzige Waesche, die Kueche wuerden wir nicht als so eine bezeichnen, an den Waenden hingen Zeitungsartikel der letzten 20 Jahre (auf die er auserordentlich Stolz war) und die Badezimmer konnte man eigentlich nur mit Gummistiefeln betreten. Dort stand auch eine Flaschenkollegtion von allen Shampoo- und Duschgelherstellern der Welt. Bitte nicht den Duschvorhang beruehren, hies es fuer uns fuer die naechsten beiden Tage. Bill selbst sah aus wie ein italienischer Bodybuilder, der zwanzig Jahre nicht mehr trainiert hat, aber die Joggingsachen rund um die Uhr traegt. Er lebt hinter einem Vorhang, neben dem Wohnzimmer. Geputzt wird hier anscheinend nur alle 3 Jahre. Haben wir schon erwaehnt das unser Zimmer keine Tuer hat? An diesem Abend war Jule den Traenen sehr nahe, vor allem weil der kommende Tag ihr Geburtstag war und wir das Zimmer fuer 2 Naechte bezahlen mussten.
(Am abend in den Nachrichten hoerten wir von einer Schieserrei auf offener Strasse, wobei 7 Menschen erschossen wurden, am naechsten Tag wurden viele Studenten von einer Bande ueberfallen, usw. - nicht gerade eine Traumgegend in der wir wohnten !!)
Jules GeburtstagNach dem wir nachts schon munter waren und Jule die ersten Glueckwuensche aus Deutschland entgegen nahm, sind wir am naechsten Tag erst gegen Mittag in die Stadt. Mit einem Bus, in dem wir die einzigsten Weissen waren, fuhren wir eine halbe Stunde zum weissen Haus. Der ganze Regierungsbezirk und die vielen Denkmaeler und Mueseen sind alle um den Stadtpark mit dem Washington Monument angeordnet. Da Jule an dem Tag noch kein Sightseeing machen wollten, besuchten wir gegen Abend das Kino und sahen uns Alice im Wunderland an.
Am naechsten Tag sind wir dann erstmal in ein kleines Hotel in der Innenstadt gezogen. Nicht gerade billig, aber sauber und sicher - was fuer uns beide wichtig war.
Die naechsten drei Tage stand dann Sightseeing auf dem Plan und dementsprechend muede waren wir auch abends.
Alles in allem waren es dennoch schoene Tage in Washinton DC.
Am Montag ging es dann weiter mit dem Bus nach New York City!