Dienstag, 24. November 2009

Adelaide

Das letzte Stueck nach Adelaide war wohl das schlimmste das wir bis dahin erlebt hatten. Temperaturen von ueber 40 Grad und in unserem Bobbie war es noch heisser, da wir die Fenster nich oeffnen konnten. Der heisse Wind peitschte uns schmerzhaft ins Gesicht und wir waren gezwungen die Fenster bis auf einen schmalen Spalt zu schliessen. Nach fuenf Stunden Autofahrt erreichten wir eine kleine Stadt, doch deren Informationsbuero war leider schon geschlossen. Als wir so voellig verschwitzt und fertig auf dem Parkplazt standen, sprach uns ein Mann an, der meinte, wir saehen so aus als koennten wir eine Dusche vertragen. Er empfahl uns einen abgelegenen Campingplatz ein paar Kilometer ausserhalb der Stadt, an einem schoenen Fluss gelegen, der zum Baden einlied. Unsere Vorfreude war riesig , doch sie sollte sich bald in blankes entsetzen wandeln. Am Campingplatz angekommen, warteten dort schon tausende von Fliegen und Stechmueken auf unsere Ankunft. Es war uns nicht moeglich ein anstaendiges Essen zu kochen, geschweigedenn anstaendig zu essen. Nach einer grauenvollen Nacht, traten wir bereits gegen halb Acht am naechsten Morgen unsere Weiterreise an. Unterwegs nach Adelaide hatten wir dann genug Zeit die Mosquitostiche zu zaehlen :-(.
Kurz vor Adelaide wies uns unser Reisefuehrer auf das kleine Doerfchen Hahndorf hin. In den gruenen Huegeln der Adelaide Hills, liegt 30km von Adelaide die aelteste noch existierende deutsche Siedlung in Australien. Natuerlich mussten wir da hin und uns davon ueberzeugen. Man sah viele typische deutsche Geschaefte, vom Baecker bis zur Metzgerei oder dem German Cake Shop.
Weiter gings nach Adelaide in den Kuestenvorort Glenelg wo wir seit 4 Tagen sind. Wir haben in einem kleinen Hostel fuer 3 Tage eingecheckt und wollten hier unsere weitere Reise nach Alice Springs planen, das Auto checken, Routen raussuchen, Vorraete kaufen... .
Man kann sich das in Deutschland wahrscheinlich nicht vorstellen. Bis nach Alice Springs sind es 1600 Kilometer. Wir muessen uns fuer diese Strecke 7 Tage Zeit nehmen, da wir Bobbie nicht mehr als 300 bis 350 Kilometer am Tag zumuten koennen.
Die Strapazen der circa 2000 Kilometer langen Wuestenstrecke in einem unklimatisierten Fahrzeug werden hart. Wir wissen weder ob es Bobbie schafft noch ob wir es schaffen bei manchmal bis zu 50 Grad unterwegs zu sein. Dazu kommen die Warnungen der Einheimischen. Wir haben jetzt schon mit einigen Australiern gesprochen die uns erzaehlen wie unertraeglich heiss es ist. Dazu kommt das wir keinen Kuehlschrank haben und wir bei jeder Tankstelle (die vielleicht mal alle 300 Kilometer kommt) Wasser und Eiswuerfel kaufen muessten.
Momentan ist das sehr nervenaufreibend. Wir sitzen hier und wissen noch nicht wirklich ob wir es machen oder ob wir umdrehen. Mal abwarten :-)

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