Dienstag, 22. Dezember 2009


Segeln, Schnorcheln, Tauchen - das Great Barrier Reef / The Whitsundays




200 Kilometer suedlich von Townsville gibt es einen kleinen Ort namens Arlie Beach. Dies ist das Tor fuer alle Segeltouren und Ausfluege auf die Whitsundays - groesste Inselgruppe des Great Barrier Reefs. Hier wimmelt es nur so von Touris und Backpackern. Auch wir mussten in diesen weniger schoenen Ort. Als wir Nachmittags ankamen, verabredeten wir uns mit Sandra, Daniela und Roman, die zufaelligerweise auch in Arlie Beach waren. Wir traffen uns am Abend zu einem Fussbach-Stammtisch. Bei Wein und Bier am Strand wurden Erlebnisse ausgetauscht. Wirklich ein toller Abend!!


Nach einer Nacht in Arlie Beach machten wir uns morgens auf den Weg um uns nach einer Tour umzuschauen. Wir buchten eine Segeltour fuer drei Tage und 2 Naechte auf einem Katamaran, die schon am Mittag starten sollte. Schnell gepackt und ab aufs Boot.


Es waren wirklich drei super Tage auf einem genialen Boot mit einer netten Crew. Wir konnten Schnorcheln und Schwimmen und Torsten ging auch zweimal tauchen. Auch ohne Erfahrung war es dort moeglich bis zu 10 Meter Tiefe und 30 Minuten zu tauchen. Julia stelle fest, das Tauchen nichts fuer sie ist (hab leider ziemlich Panik unter Wasser bekommen :-(, aber schnorcheln war super). Wir sahen beim Schnorcheln Riesenschildkroeten, kleine Nemos, einen Riesenrochen, Delephine (!!!), kleine Haie, kleine Quallen und tausende von bunten Fischen sowie farbenfrohe Korallen.
Muss man einfach erlebt haben !!!

Wir sind im Paradise!!!



Von Innisfail ging es weiter nach Cairns wo wir eine Nacht blieben und dann weiter Richtung Cape Tribulation fuhren. Wir glauben das die Bilder schon Baende sprechen - es ist dort einfach unglaublich schoen und die Menschen dort koennen sich gluecklich schaetzen, an so einem tollen Ort zu wohnen. An der Strasse kann man ueberall anhalten und Mangos, Ananas, Bananen und Lychis kaufen, was hier in Huelle und Fuelle waechst. Ueberall ist es gruen und alles blueht in den schoensten Farben und ein paar Meter weiter ist das tuerkisblaue Meer. Es ist der einzigste Kuestenstreifen der Welt an welchem der Regenwald direkt bis hin zum Meer waechst. Leider wimmelt es hier von Krokodilen und den giftigen Quallen, mit ihren meterlangen Fangaermen. Nach einer Nacht mit Besuch von riesen Kroeten, Fledermaeusen so gross wie Geier und Urwaldhuehnern (Torsten ist am Abend unter der Dusche von einem schwarzen dicken Riesenkaefer belaestigt worden *gg*) machten wir uns am naechsten Tag wieder auf den Weg Richtung Zivilisation. Also wieder zurueck ueber Holzbruecken, Fuhrten und die Flussfaehre Richtung Cairns und weiter nach Townsville.


Krokodil-Farm in Innisfail




Nach den Wallaman-Falls in Ingham, fuehrte uns der Weg weiter Richtung Cairns nach Innisfail. Dort besuchten wir eine Krokodil-Farm. Fuer 23 Dollar pro Person erlebten wir drei schoene Stunden. Wir konnten den Tierpflegern beim fuettern der Alligatoren und der Krokodile zuschauen. Das groesste Krokodil im Park heisst Jack und ist ueber 5 Meter lang. Fuer ihn gab es einen Wildschweinhaxen. Mit dem ersten Biss brach er den Knochen und mit dem zweiten Biss war das komplette Hinterbein auch schon in seinem Bauch verschwunden. Diese Mahlzeit reicht den Tieren dann eine Woche, denn sie bekommen ihre Energie nicht nur vom Essen, sondern viel mehr von der Sonne. Danach ging es weiter zu den Kaengeruhs bzw. zu den Wallabys, die schon angehuepft kamen. Soooo suuuuuess!! Wir konnten sie streicheln und mit ihnen Fotos machen. Weiter hatten sie noch Dingos, Strausse, Pfauen, Papageien und Schlangen. Zum Schluss durften wir noch das Baby-Kroko und eine Wuergeschlange heben. Toller Tag !!


Montag, 14. Dezember 2009

Wallaman Falls

Der Walleman Fall ist Australiens hoechster Wasserfall mit 308 m freiem Fall. Der Weg fuehrte uns nach Ingham, wo wir mittags eine laengere Rast einplanten um ein bisschen zu schlafen. Gegen drei Uhr fuhren wir dann von Ingham die 50 Kilometer Richtung Wasserfall. Nach circa 20 Kilometer ging es dann den Berg hoch. 30 Kilometer durch den Regenwald auf einer kleinen engen und wahnsinnig kurvigen Strasse die teilweise unbefestigt war und das mit Bobby! Wir hatten richtig bammel, dass wir eventuell stecken bleiben und die Nacht mittem im Nichts verbringen mussten. Uns kam auch kein einziges Auto entgegen. Trotzdem fuhren wir weiter, immer weiter den Berg hinauf, immer weiter in mitten des dunklen Regenwaldes. Nach einer guten dreiviertel Stunde kamen wir dann endlich an einer Lichtung mitten im Wald an. Das erste was wir sahen war eine Telefonzelle und dahinter der kleine Zeltplatz auf dem wir die Nacht verbringen wollten. Und das wichtigste ueberhaupt - andere Menschen!! Es war wirklich richtig idyllisch und wir fuehlten uns gleich total wohl. Es waren circa 10 Leute die die Nacht auch mitten im Regenwald verbrachten, im Zelt, in der Haengematte oder wie wir im Auto. Wir lernten zwei deutsche Maenner kennen die es nicht geplant hatten, die Nacht ueber hier zu bleiben. Sie hatten weder Essen noch Zelt dabei, nur ein schickes (unbequemes) Auto. Natuerlich gaben wir ihnen eine Dose Spaghetti, damit sie nicht verhungerten und verbrachten den Abend gemeinsam auf einer Parkbank. Um uns herum waren die geraeusche alles andere als das was man hoeren will, kurz bevor man ins Bett geht. Aber es war einer der tollsten Abende ueberhaupt und wir sahen einen Sternenhimmel, den bis jetzt noch nie jemand von uns gesehen hat - einfach der WAHNSINN !!!Die beiden verkrochen sich dann ziemlich bald in ihr unbequemes Auto und wir uns in Bobby, bei dem wir mal wieder die Heckklappe aufgelassen und mit einem Mosquitonetz versehen hatten. Dementsprechend wenig schlaf hatten wir in dieser Nacht. Wir wurden so ziemlich von jedem Geraeusch in der Nacht geweckt (einschliesslich huepfenden Kaengeruhs auf trockenem Laub). Nach einem kurzen Fruehstueck am naechsten Morgen bestaunten wir den nahegelegenen Wasserfall und fuhren dann wieder die lange Strecke den Berg hinunter.

Townsville

Wir erreichten Townsville gegen mittag und haben gleich mal auf einem Campingplatz mit Meerblick eingecheckt. Da haben wir dann auch mal wieder ein deutsches Paaerchen getroffen, mit denen wir uns an Weihnachten in Brisbane treffen wollen. Es war ein echt toller Abend mit den Beiden, denn Mat ist bereits ein dreiviertel Jahr in Australien und konnte uns so einige Geschichten erzaehlen. Von giftigen Schlangen bei der Heuernte, von Vogelspinnen die in der Nacht auf's Auto klettern und durch den Fahrtwind in das offene Fenster fliegen und auf der Brust landen und von dem Farmer der verstarb, als er mit dem Auto auf seiner eigenen Weide (370 ha) einen Autounfall hatte, leider erst zwei Wochen spaeter gefunden wurde, nachdem die Dingos sich schon bedient hatten.
Am naechsten Morgen machten wir uns auf in den gruenen Regenwald. Unser erstes Ziel war ein kleiner Wasserfall nahe Townsville. Der Weg dorthin wollten wir aber unserem Bobby nicht zumuten, denn nach einigen Kilometern kam dann auch gleich ein Feldweg und eine Furt. Also rasch umgedreht und den naechsten Wasserfall angesteuert.

Die heissen Tage im Outback

Wir verbrachten wie gesagt zwei Tage im Outback auf einem Campingplatz. Da es die Temperaturen unmoeglich machen, sich aufzuraffen und die Stadt zu Fuss zu erkunden, beschraenkten wir uns auf die wichtigsten Dinge. Post, Mc Donalds (freies Internet), Shoppingmall und Campingplatz (der aber genau gegenueber des Kulturzentrums lag *g*).Leider hatten wir kein Schattenplaetzchen auf dem Campingplatz, aber dank eines Sonnenzeltes war es gerade noch zum aushalten.Am zweiten Morgen brachen wir schon ziemlich frueh auf, um die 600 Kilometer Richtung Three Ways zu schaffen. Dort verbrachten wir eine Nacht auf dem Campingplatz am Roadhouse.Nach einer schlaflosen Nacht, dank Partypeople als Nachbarn und Temperaturen von ueber 30 Grad, fuhren wir am naechsten Tag schon kurz vor sieben los, diesmal hatten wir ueber 700 Kilometer bis nach Mount Isa vor uns.Endlich ging es wieder Richtung Kueste und wir freuten uns auf Mount Isa, welches die wichtigste Industriestadt von Queensland ist und gleichzeitig auch die zweitgroesste Stadt im Outback, nach Alice Springs.Von Mount Isa aus waren es nur noch 900 Kilometer nach Townsville und somit nur noch 2 Tage bis wir endlich wieder am Meer waren. Eine Nacht verbrachten wir noch in einem verschlafenen Doerfchen Namens Hughenden und dann kamen wir endlich in Townsville an.

Ayers Rock und Mount Olgas




Von Glendambo aus fuhren wir Richtung Nationalpark Yulara. Auf halber Strecke der geplanten Tagesesroute sahen wir mit erstaunen, dass wir auch den zweiten Vorderreifen wechseln mussten. Aber es war natuerlich weit und breit keineStadt in der Naehe und wir waren gezwungen den Reifen an einer Tankstelle, mitten im Nichts, wechseln zu lassen undmit neuem Reifen die Weiterfahrt anzutreten. Dieser neue Reifen auf der rechten Seite kostete genau das Doppelte alsZwei Tag's zuvor der linken Reifen in Cooper Pedy.
Am Freitagabend kamen wir am Nationalpark Yulara an. Wir beschlossen noch an diesem Abend den Sonnenuntergang am Uluru - wie ihn die Aboriginis nennen - anzuschauen. Schon von weitem sieht man den Monolith in mitten der Wueste. Ist man erstmal am Fuss des Berges, spuehrt man gleich die Bedeutung dieses Platzes. Es scheint fast schon ein bisschen unwirklich,diesen ueber 300m hohen Berg zu sehen. Die volle Farbenpracht und das Spiel mit dem Sonnenlicht sieht man am besten beimSonnenaufgang oder Sonnenuntergang.
Am naechsten Morgen sind wir sehr frueh aufgestanden um eine Wanderung rund um den Uluru zu machen, bevor die Hitze unertraeglich wird. Den 12,5km langen Fussmarsch schafften wir in ca. 2,5 Stunden. Den Mittag verbrachten wir im Kulturcenter.Abends sind wir dann zu den Olgas gefahren um uns dort den Sonnenuntergang anzuschauen. Die Olgas liegen ca. 50 km westlich desAyers Rock, aber im selben National Park.
Auch hier hat uns die Kulisse einfach umgehauen. Diese riesige Sandsteinformationen die da vor uns standen sind einfach unbeschreiblich.
Weiter ging es dann am naechsten Morgen nach Alice Springs. Die Temperaturen steigen hier von Tag zu Tag. Am Uluru waren es schonueber 39 Grad, in Alice Springs sind es schon 42 Grad. Hier waren wir fuer zwei Tage um uns de Stadt anzuschauen.

Montag, 7. Dezember 2009

Beginn der Reise ins Outback

Port Augusta ist die letzte Hafenstadt auf dem Stuart Highway zwischen Adelaide und Darwin. Von hier aus ging es weiter nach Cooper Pedy. Cooper Pedy ist eine Gold- und Opal- Graeberstadt wie man sich es vorstellt. In einem Radius von 100 Km um die Stadt sieht es aus wie auf dem Mond. Ueberall sind Loecher und Schaechte im Boden und daneben tuermt sich die ausgegrabene Erde schier bis zum Himmel. Die Leute in der Stadt selbst, leben in den alten Mienenschaechten. Die sogenanten Dogouts sind alte und nichtmehr benutzte Stollen die zu Wohnraum umgebaut wurden. Sie bieten den idealen Schutz vor den heissen Wuestentemperaturen und den Sandstuermen die es hier immer mal gibt. Die Stadt ist der groesste Umschlagplatz fuer Opale. An jeder Ecke ist ein Opalshop und die Touristen werden von jedem auf der Strasse angesprochen, ob man nicht ein paar Opale kaufen will.

Wir mussten hier auch unseren ersten Reifenwechsel durchfuehren. Durch die Hitze werden die Reifen sehr sproede und es bilden sich Blasen auf der Radwange. Um einen eventuellen Reifenplatzer mitten im nichts zu vermeiden liesen wir hier den Reifen wechseln. Da das passende Model erst am Folgetag in der Stadt eintreffen sollte, blieben wir eine Nacht laenger in der Stadt.

Von dort aus fuhren wir dann weiter Richtung Ayers Rock.

Adelaide – die Zweite


In Adelaide herrschte eine Woche komplettes Durcheinander. Wir wussten nicht wie es weiter ging. Osten oder Westen? Alice Springs oder doch wieder zurueck?

Wir entschieden uns wieder zurueck zu fahren, da wir die Reise nicht alleine antreten wollten. Nach 3 Tagen im Hostel in Glenelg lernten wir Frank und Sandra kennen. Sie erzaehlten uns von ihrem Autounfall kurz vor Alice Springs und dass sie nun in Adelaide waren um sich hier einen neuen Van zu kaufen um dann wieder nach Alice Springs zu fahren. Daraufhin aenderten wir unsere Meinung und beschlossen zu viert zu fahren. Wir warteten also bis die beiden ein Auto hatten und kuemmerten uns in der Zeit um die passenden Reiseutensilien. (Moskitonetz, Wasserkanister, Ventilator, Nahrungsmittel,...). Nach 2 Tagen bekamen wir von den beiden eine SMS in der sie uns mitteilten das das Auto das sie gefunden hatten ihr Budget sprengt und sie sich erst einen Job in Adelaide suchen muessen. Von da stand fest das wir die Reise alleine machen mussten.

Der Tag war so schon schlecht, aber natuerlich war das nicht die letzte schlechte Nachricht an diesem Abend. Wir wollten gegen abend noch einkaufen gehen und auf dem Parkplatz bemerkten wir ein komisches Geraeusch an Bobby. Ein Problem mit der Kupplung wie uns der Mazda-Haendler am naechsten Tag erklaerte. Es kostete uns dann 1000 Dollar (ca. 600 Euro) um Bobby wieder startklar zu machen und fuer das Outback durchzuchecken. Leider war die Reperatur am Freitagabend erst fertig, sodass das Postamt schon geschlossen hatte und wir nicht mehr nach unserem Brief (Regestrierung fuer das Auto) fragen konnten. Wir mussten also noch laenger in dieser Stadt bleiben.

Das Wochenende verbrachten wir in Marino, ein Vorort von Adelaide, auf einem Parkplatz. Wir hatten Pech mit dem Wetter, denn das Wochenende regnete es komplett durch. Wir blieben also in Bobby und schlugen die Zeit mit Kartenspielen tot. Am letzten Abend gingen wir in Marino auf den Campingplatz, um nochmal zu duschen und unsere Waesche zu waschen. Unser Glueck. Gegen abend fuhr eine Gruppe VW-Busse auf den Campingplatz (der uebrigens genau am Meer war) und parkten genau neben uns. Es waren an die 10 Busse, einer schoener als der andere und wir konnten unsere Begeisterung kaum zurueck halten. Nach einer kurzen Begruessung verbrachten wir den Abend mit alkoholischen Getraenken, super netten Australiern und Gitarrenmusik.
– Wirklich einer der besten Abende!! –

Am naechsten Morgen ging es dann frueh los. Erst in die Innenstadt um festzustellen das unser Brief immer noch nicht da ist (grummel) und dann auf nach Port Augusta !!! ENDLICH!!!