Montag, 25. Januar 2010

Neues Zelt, oder auch nicht...

Nach dem in Newcastle unser Vorzelt dem Wind zum Opfer fiel, waren wir auf der Suche nach einem neuen. Da wir uns auf den Weg in die Berge machten, die fuer Regen und kalte Abende bekannt sind, wollten wir nicht auf einen tockenen Unterstand verzichten. Also begann unsere Suche nach einem passenden Zelt. Dies zu finden gestaltete sich als grosse Herausvorderung, da nicht nur unsere Budget, der wenige Stauraum im Auto und ein schnelles auf- und abbauen Auswahlkriterien waren - Nein, zu allem Ueberfluss muste es ja auch noch Jule gefallen *g*.
Nach mehreren Campinggeschaeften, wurden wir schliesslich in einem ALDI fuendig. Kaum zu glauben, was?
Rasch wollten wir unser Zelt noch einmal aufbauen, bevor es in die Berge ging. Dabei bemerkten wir das auch der australische ALDI nicht gerade fuer Spitzenqualitaet steht. Nach ueber einer Stunde (!) Kampf mit allerlei Stangen, Baendel, Heringen und der Folie stand das Zelt. Auch die Gebrauchsanweisung aehnelte mehr einer hebraehischen Schriftrolle als einer Anleitung zum Zeltbau.Wir beschlossen noch waehrend dem Aufbau das Zelt wieder zurueckzubringen und das Geld fuer ein gutes Essen in einem der Biorestaurants auszugeben.

Dienstag, 19. Januar 2010

Von Newcastle, Autogeschichten und Wirbelstuermen

Newcastle ist eine alte und grosse Hafenstadt, die eigentlich nicht so viel herzugeben hat. Die Straende dieser Stadt sind bei weitem nicht die schoensten und dem Wasser sieht man an, das hier Tag ein und Tag aus Braunkohle auf riesige Kontainerschiffe geladen wird. Auf unserem Tagesausflug in die Stadt mussten wir ueber die grosse Hafenbruecke fahren, deren Auf- und Abfahrtsrampe steiler war als manch eine Bergetappe unsere Bergtouren. Auch Bobby machte diese Bruecke schwer zu schaffen. Er ist an diesem Morgen und schon am Tag davor, bei der Fahrtzum groessten Baum in NSW, schon richtig schlecht angesprungen, aber die Bruecke gab ihm den Rest, sodass wir bis in den zweiten Gang runter schaltenmussten. Mit viel Gebrummel und lautem Schiessen aus dem Auspuff haben wir es aber geschafft. Uns war klar das wir wieder mal in die Werkstatt mussten und unseren Bobby reperieren.Wir fanden auch bald eine kleine Werkstatt und einen netten Mechaniker. Nachdem wir mal wieder unsere Probleme mit Haenden und Fuessen beschieben hatten, machte dieser sich gleich ans Werkund nach fuenf Minuten an der Zuendung rumschrauben, war er auch schon fertig. Also, dann noch einen kurzen Probelauf und Bobby war wieder der Alte. Torsten fragte dann den Mechaniker was die Reperatur nun kostet wuerde und der Mechaniker sagte zu uns: "That's OK mates, have a nice day and endjoy your tripp". Echt der Hammer, dass muesste uns in Deutschland mal passieren, dass da ein Mechaniker sich 10 min fuer zwei Wildfremde Menschen Zeit nimmt und dann sagt, ist gut Freunde, braucht nichts bezahlen, hab einen schoenen Tag und geniest eure Reise.Den Nachmittag verbrachten wir dann auf einem tollen Campingplatz und mal wieder am Strand. Jule ging schon frueher zurueck zum Auto und Torsten blieb noch ein bisschen im Meer und dann ist es passiert. Innerhalb von Minuten bildete sich ein Wirbelsturm an der Kueste und der Himmel ueber unswurde schwarz. Torsten im Wasser und Jule alleine bei Bobby, klar das da was passieren musste. Unser geliebtes Vorzelt hat es von dem Sturm in seine Einzelteile zerissen und als alles vorbei war, kam Torsten angerannt und wollte "noch schnell das Zelt abbauen".

So kommt es, dass wir schon seit zwei Tagen unter einem Profisorium unseren Campingtisch aufstellen. Wir bauten uns aus den noch ganzen Zeltstangen und einer Plastikplane einfach ein neues Sonnensegel. Da man unserer Konstruktion aber ansieht, dass sie aus der Not heraus geboren wurde, muessen wir uns in den naechsten Tagen mal um ein neues Vorzelt kuemmern. Jezt sind wir gerade im Hunter Valley, dem zweiten grossen Australischem Weinbaugebiet, nach den Adelaide Mountens, wo wir auch schon waren. Haben uns eine Wein- und eine Kaese- Probe vorgenommen und werden euch bald berichten, wie es uns geschmeckt hat...

Montag, 18. Januar 2010

Von Byron Bay bis Port Macquarie

Von Byron Bay sind wir nach Yamba gefahren um dort eine Nacht zu verbringen. Frueh machten wir uns dann am naechsten Tag nach Wooli auf. Um diesen kleinen Ort an der Kueste zu erreichen, faehrt man 40 km durch einen Nationalpark und sozusagen durch das Niemandsland. Keine Menschen, keine Hauser und fast keine Autos und dass, an der sonst so dicht besiedelten Ostkueste. Die Leute auf dem Campingplatz waren so verwundert wie wir. Fast nur Rentner und alle fragten uns, wie wir denn diesen Campingplatz gefunden haetten und das es nicht ueblich ist, dass hier Rucksacktouristen sind. Der Campingplatz lag auf einer ca. 2 km langen und 500 Meter breiten Sandbank. Ringsherum Meer und ueberall standen Leute, die angelten oder Fische putzten oder ihre Koeder preperierten. Das Wooli so ein abgeschiedenes Doerfen ist, bemerkten wir auch am Strand. Den wunderschoenen und endlosen Sandstrand mussten wir uns villeicht mit 5 anderen Badegaesten und Angler teilen. Als wir dann so in den Wellen plantschen, bemerten wir kaum das diese immer staerker wurden. Aber als wir weiter aus dem Wasser wollten, war dies fast unmoeglich. Das huefthohe Wasser hatte eine solch starke Querstoemung, dass es ein richtiger Kraftakt war, wieder an Land zu kommen. Wir waren beide sehr verbluefft welch gigantische Kraft die Gezeiten selbst bei ruhigem Wasser haben.


Von Wolli aus, ging es in die naechst groessere Stadt namens Coffs Harbour.

Dort Wartete auf uns wieder der totale Gegensatz von einem Campingplatz. Dieser war zwar auch direkt am Meer, hatte aber ueber 300 (!) Caravan Stellplaetze und 50 Kabinen. Ausserdem eine riesigen Swimmingpool, Tennisplatz, Gameroom, TVRaum usw... . Es war auch sehr windig hier und nachdem wir 2 Stunden an den Zeltstangen unseres Vorzeltes verbracht hatten, gaben wir uns dem Wind geschlagen, bauten es wieder ab und verstauten es im Bobby. Hier gefiel es uns sehr gut und wir lernten auch ein australisches Paerchen kennen, die uns am naechsten morgen ihre Telefonnummer hinterlassen haben. Allen und Helle und es sollte nicht das letzte mal sein, dass wir sie treffen werden ... .



Im Koala-Krankenhaus


Heutiges Tagesziel war Port Macquarie. Hier gibt es eine Koalafarm, die sich ehrenamtlich um verletzte oder kranke Koalas kuemmert. Nachdem Jule dann nach gelesen hatte, dass der Eintritt frei sei, war klar wo die Reise hingeht. Es war sehr schoen da und ausserdem waren es die einzigsten Koalas, die wir bis dahin gesehen hatten, die nicht geschlafen hatten. Zur Zeit der Fuetterung sind die Koalas naemlich immer hell wach. Ansonsten schlafen sie bis zu 20 Stunden am Tag, was daran liegt, dass der Eukalyptus den sie Essen, hochgiftig ist und sie eine Menge Energie brauchen, um diesen zu entgiften. Am Nachmittag schlugen wir unser Lager auf einem Campingplatz nahe des Strandes auf. Dort sahen wir auch wieder das australische Paaerchen Allen und Helle (Allen sagte, Australien ist ein Dorf *haha*). Am Abend wurden dann schnell die Stuehle zusammengestellt und wir redeten und tranken fast die ganze Nacht. Sie ist 51 und Er ist 56 Jahre alt und Torsten war ganz schoen baff, als die beiden zu zweit eine ganze Flasche Whisky tranken und das in 4 Stunden!!! Es war echt eine richtig tolle Nacht und zu guterletzt wurden wir auch noch zu einem BBQ eingeladen und bekamen ihre Adresse in Sydney, wo wir sie auf jedenfall besuchen werden!!

Sonntag, 10. Januar 2010

Byron Bay - gemuetliche Hippiestadt




Byron Bay ist im Gegensatz zu den Staedten an der Gold Cost, ein eher verschlafenes Nest. Das heisst aber nicht das hier nicht viel los ist, im Gegenteil! Tausende von Leuten draengen sich durch die Strassen und durch die Laeden und Nachts kann es schon mal passieren, dass man nicht mal mehr einen Platz in einem der Pubs bekommt, weil es hier so voll ist. Byron, einer der besten Strandbadeorte Australiens, wird oft wie folgt beschrieben: ein Ort mit niedrigen Bauten, flippig, zu Fuss erkundbar, entspannt, viele Hippies - alles trifft zu und es gefaellt uns wirklich gut. Wir waren seit langem mal wieder einen Tag am Strand. Das Meer schillert hier in einer unzaehligen Anzahl an Farbtoenen. Auch die Wellen sind hier gigantisch, weshalb auf jeden Schwimmer auch ein Surfer kommt. In den Strassen ist an jeder Ecke ein Surfshop ausfindig zu machen und wir wurden angesprochen, ob wir nicht einen Surfkurs machen wollen. Haben aber dankend abgelehnt, um uns nicht zu blamieren *g*. Surfen koennen hier irgendwie alle und es ist das normalste der Welt. Man lernt es schon mit 5, wie bei uns das Fahrradfahren.

Dreamworld und Gold Coast

Nach Brisbane ging es weiter Richtung Gold Coast. Schon in Brisbane und davor haben wir bemerkt, dass es immer voller und teurer auf den Campingplaetzen wird. Das liegt daran, dass hier momentan Sommerferien sind und da das groesste Hobby der Australier Camping ist, werden die Preise derPlaetze verdoppelt und man muss froh sein wenn man ueberhaupt noch einen Platz bekommt.

Eine der beliebtesten Gegenden zum Party und Urlaub machen, ist die Gold Coast. Den Anfang macht Surfers Paradise, gefolgt von einem 40 Kilometer langen, schillernden Band aus Hochhaeusern, Freizeitparks und Bettenburgen.

Wir haben uns entschlossen zur Abwechslung mal was zu goennen *g*. Also beschlossen wir richtig viel Spass in einem der Freizeitparks zu haben. Gesagt, Getan! Wir entschieden uns fuers Dreamworld. Dreamworld ist nur einer von vielen Freizeitparks, die es in dieser Gegend gibt. Alles hier ist auf Tourismus und den Fremdenverkehr ausgelegt. Viele Australier machen hier Urlaub und die Juengeren feiern hier meist ihren Highschool Abschluss. Der Park ansich war schon cool, jedoch mit 80 Dollar (umgerechnet 50 Euro) ein echter Wucher. Leider ist er auch nicht ansatzweise so gross wie der Europa Park und nicht so detailgetreu. Viele Attraktionen blieben stundenlang geschlossen, weil mal wieder was Defekt war (was glaube ich total normal ist) und so viele Attraktionen gab es halt auch nicht. Eine Achterbahn war auch so alt, dass man sich beim fahren, vom hin und her wirbel des Kopfes, irgendwelche Verrenkungen zuzog. Jedoch war der freie Fall (einen der hoechsten der Welt) und auch The Craw eine coole neue Erfahrung.

Es war ein toller Tag im Park und wir hatten eine Menge Spass.

Weihnachten und Silvester

Wir verbrachten Weihnachten auf einem schoenen Campingplatz in Yeppon, einem kleinen Kuestenort bei Rockhampton. Keiner von uns beiden war in Weihnachtsstimmung - wie auch, bei 30 Grad im Schatten, Palmen, Meer und Sonnenschein *g*. Am Abend gabs auf unserem Platz ein kostenloses Barbeque, das aus Toast und Wuerstchen bzw. Kaengeruhfleisch bestand. Danach stand Karaoke auf dem Plan. Alle sassen auf dem "Festplatz" in einem Halbkreis mit ihren Campingstuehlen und Getraenken und in der Mitte war eine alte Omi und ein alter Opi, die die Karaokemaschine bedienten und mitsangen. Immer wieder kamen Australier nach vorne gerannt, um auch mal ein Lied vorzutragen. Gegen acht Uhr am Abend kam dann Santa Claus!Er fuhr mit seinem Golfwagen durch die Campingstrassen. Alle jubelten und freuten sich, denn natuerlich hatte er auch Geschenke dabei. Er sass dann in der Mitte des Festplatzes auf einem Campingstuhl und die Kinder kamen nach der Reihe und bekamen kleine Geschenke. Zum Schluss waren auch die Erwachsenen dran. Eine Fee ging durch die Reihen und verteilte Christbaumkugeln und Engel (Diese haengen jetzt natuerlich im Bobby). Danach wurde es richtig verrueckt (wobei der ganze Abend fuer uns total verrueckt war). Oma haute den naechsten Song in ihre Maschine und alle mittlerweile stark angetrunkenen Australier tanzten auf den Ententanz und auf He, Macarena.Wir amuesierten uns koestlich und kamen aus dem lachen nicht mehr raus. Um neun war das Spektakel dann vorbei und alle gingen zu ihren Zelten, Campingwagen und Bobbys.

Silvester verlief fuer uns nicht wirklich wie zuhause. Wir waren zu der Zeit in Brisbane auf einemCampingplatz ausserhalb der Stadt. Wir verbrachten dort den Abend, gingen aber gegen neun ins Bett und standen kurz vor zwoelf wiederauf. Leider sahen wir nicht das Feuerwerk, da es einfach viel zu neblig war. So gingen wir wieder ins Bett und freuten uns auf das Fruehstueck am naechsten morgen mit Ei, Bacon, Beans, Muesli und Toast.